Erkältung – was Sie nicht tun sollten

Sport, Nasentropfen, Milch mit Honig – was bei einer Erkältung mehr schadet als nützt

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Kaum kommt die kalte Jahreszeit, laufen immer mehr Menschen mit Triefnase, Raspelstimme und dickem Schal herum. Bei kalten Füßen und trockenen Schleimhäuten haben Erkältungsviren eben leichtes Spiel. Ein grippaler Infekt lässt sich aber zum Glück meist schnell auskurieren, etwa mit viel warmem Tee, Hustenbonbons & Co. 12 Dinge, die dem kranken Körper aber definitiv nicht gut tun, finden Sie hier.

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Schnupfen, Husten, Heiserkeit

Dank der Verteilung über kleine Tröpfchen mit der Atemluft und auch durch gemeinsam berührte Kontaktflächen ist so eine Erkältung leicht eingefangen. Der Verlauf ist immer ähnlich und steigert sich normalerweise über mehrere Tage: Zuerst spürt man Druck im Kopf und in den Nebenhöhlen, dann setzt der Schnupfen ein, Husten folgt und unter Umständen Fieber. Danach erholt man sich in der Regel schnell wieder. Impfungen gibt es gegen Erkältung übrigens keine, denn sie werden von Viren verursacht. Dafür helfen aber viele Hausmittel - trotzdem gibt es ein paar Sachen, die Sie auf keinen Fall tun sollten!

Küssen erlaubt

Die gute Nachricht für alle Paare - Küssen ist kein guter Übertragungsweg. Anscheinend gelangen die Viren über den Mund in den Magen, wo sie von der Magensäure unschädlich gemacht werden. Auf liebevolle Schmatzer braucht also keiner verzichten. Etwas anders sieht es da mit dem "Nasenkuss" aus - denn die Nase ist während der winterlichen Jahreszeit besonders anfällig.

Kalte und trockene Nasen sind anfälliger

Gerade zur kalten Jahreszeit verbringen wir viel Zeit drinnen - in der angenehmen Wärme der Heizungsluft. Gleichzeitig ist die künstliche erwärmte Luft besonders trocken - das bedeutet Dürrezeit für unsere Schleimhäute. Aber gerade die schleimig-feuchte Oberflächte dort ist eigentlich unser Schutzschild gegen Krankheitskeime, die sich in Nase und Rachen einen Weg in den Körper suchen. Darum ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten, um die natürliche Abwehr des Körpers zu unterstützen. Oft helfen schon feuchte Tücher auf den Heizkörpern oder regelmäßige Spülungen der Nase, zum Beispiel mit Salzwasser.

Treibt es einen doch einmal vor die Tür, schlägt uns dort zur winterlichen Jahreszeit die kalte Luft entgegen. Wird dem Körper kalt, verengen sich die Blutgefäße um möglichst wenig Wärme zu verlieren. Das bedeutet allerdings auch eine schlechtere Blutversorgung, zum Beispiel in der Nasenschleimhaut. Dies vermindert allerdings auch die Schlagkraft der Immunabwehr. Darum sollten Sie sich immer warm einpacken, wenn Sie ins Freie gehen.

Stand: 20.02.2014
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Quellen:

  • Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. (www.hno-aerzte-im-netz.de)
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (www.kinderaerzte-im-netz.de)
  • Schellenberg, C. et al.: Kinderkrankheiten von A-Z, Trias Verlag, 2012
  • Jänicke, C. & Grünwald, J.: Alternativ heilen, Gräfe und Unzer Verlag, 2006
  • Robert-Koch-Institut: Wir gegen Viren (www.wir-gegen-viren.de)