Zink - Wunderwaffe bei Erkältung

Mit einem Kratzen im Hals fängt es oft an, es folgen eine verstopfte Nasen und schlussendlich Husten. Zeit für eine Wunderwaffe

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Das Kratzen im Hals ist meist der erste Vorbote, dann folgen eine verstopfte Nase und schlussendlich Husten. Hat die Erkältung Sie fest im Griff, können Sie eigentlich nicht viel dagegen machen. Denn: Antibiotika helfen bei virenbedingten Krankheiten nicht, nur gegen Bakterien. Zeit für eine Wunderwaffe - denn die gibt es, haben Forscher herausgefunden. Ihr Name: Zink.

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Zumindest was die Krankheitsdauer betrifft, können Sie mit dem Mineralstoff Zink entgegensteuern. Dazu gab es immer wieder widersprüchliche Studien. Aber ein Studienvergleich des finnischen Forschers Harri Hemilä hat bestätigt: Zink kann die Erkältungsdauer tatsächlich verringern. Speziell bei Zink-Lutschpastillen sollen Schnupfen und Husten bis zu 40 Prozent kürzer dauern, so der Finne.

Wichtig ist allerdings, dass Sie das Zink innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn der Symptome einnehmen. Nur dann kann es seine Wirkung entfalten. Bei Erkältungen hemmen die Zinksalze konkret die Vermehrung der Rhinoviren, die in den meisten Fällen für die Erkrankung verantwortlich sind. Wer auf eine ausreichende Zinkzufuhr achtet, kann nach fünf Monaten außerdem mit einer verminderten Wahrscheinlichkeit rechnen, sich überhaupt eine Erkältung einzufangen.

Vorsicht bei der Dosierung

Eine andere, gut kontrollierte Studie geht davon aus, dass Zinksalze in einer Dosis von 13,3 Milligramm helfen, wenn Sie diese als Lutschtabletten alle zwei Stunden einnehmen. Aber Achtung: zu viel Zink schadet. Bei einer Aufnahme von zwei Gramm können sich Übelkeit, Erbrechen und Durchfall einstellen.

Wer keine Lust auf zinkhaltige Säfte oder Tabletten hat: In Austern, Leber, gelbem Käse oder Haferflocken steckt auch viel Zink. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt ab dem 15. Lebensjahr für Männer 10 Milligramm und für Frauen 7 Milligramm Zink.

So wirkt Zink

Zink gehört zu den unverzichtbaren Spurenelementen für den Stoffwechsel. Es unterstützt das Immunsystem und hat außerdem eine entzündungshemmende Wirkung. Deswegen wurde es auch lange als Wundsalbe eingesetzt. Und tatsächlich hilft Zink, dass sich Fibrin - ein Bestandteil der Haut - besser vernetzen kann. Gleichzeitig hemmt es allerdings auch die Neubildung von Hautzellen.

Immunsystem stärken

Generell ist es gut, die körpereigene Immunabwehr zu stärken. Dazu gehört zum eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen. Es gibt aber auch bestimmte Nahrungsmittel, die nun besonders helfen. Knoblauch oder Meerrettich zum Beispiel desinfizieren die Schleimhäute und verbessern die Durchblutung. Ebenso empfiehlt es sich, die größten Virenherde zu vermeiden.

Stand: 13.12.2012

Autor: Luise Heine
Quelle:

  • Harri Hemilä; Zinc Lozenges May Shorten the Duration of Colds: A Systematic Review; Open Respiratory Medicine; DOI: 10.2174/1874306401105010051
  • Singh M et al. Zinc for the common cold. Cochrane Database Syst Rev. 2011 Feb 16;(2):CD001364.
  • Heinrich Kasper, Ernährungsmedizin und Diätik, Elsevier Urban&Fischer, 11. Auflage