Stress - Was sind die wichtigsten Auslöser?

Stress und Hektiv im Alltag

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Was ein Mensch als Stress empfindet ist individuell ganz verschieden. Ob Prüfungen, Verkehrsstau oder ein voller Teminkalender - was der eine locker wegsteckt, setzt den anderen unter Strom.  Das liegt daran, dass einige Menschen mit Stress tatsächlich besser umgehen können. Sie sind vielleicht grundsätzlich selbstbewusst und weniger ängstlich, oder schätzen Situationen eher optimistisch ein als andere.

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Hinzu kommt, dass jeder Mensch andere Schwachpunkte hat. Entscheidend für den Stressabbau ist es daher, die persönlichen Stressauslöser zu identifizieren – und möglichst zu entschärfen.

Notieren Sie dazu in einem ersten Schritt spontan, welche Situationen Sie besonders unter Stress setzen. Das sind nicht immer nur negative Erlebnisse -  auch wer frisch verliebt ist, oder eine Weltreise plant, steht gehörig unter Strom.

Wissenschaftler haben überdies eine Reihe typischer Stressauslöser aufgedeckt, die jeden Menschen belasten. Überprüfen Sie, welche auf Sie zutreffen und fügen Sie diese der Liste hinzu.

Berufliche Stressfaktoren

  • Kündigung
  • Beförderung
  • Geldmangel
  • Arbeitsplatzwechsel
  • Berufliche Unsicherheit
  • Berufliche Überforderung
  • Monotone Tätigkeit
  • Geringe Kontrolle über die Arbeit
  • Termindruck
  • Ständige Störungen
  • Probleme mit Vorgesetzten
  • Probleme mit den Kollegen (Mobbing)
  • Nacht- und Schichtarbeit

Private Stressfaktoren

  • Trennung
  • Todesfall
  • Heirat
  • Streit mit dem Partner
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Kinder verlassen das Elternhaus
  • Umzug
  • Schwere Krankheit oder Verletzung

Körperliche Stressfaktoren

  • Krankheit
  • Hitze
  • Kälte
  • Lärm
  • Reizüberflutung
  • Schlafmangel
  • Giftige Substanzen

Nehmen Sie die Liste kritisch unter die Lupe:

  • Welche Stressfaktoren belasten Sie am stärksten?
  • Was können Sie konkret tun, um entsprechend Situationen zu vermeiden oder zu entschärfen?
  • Können Sie Ihre Verhaltensmuster so ändern, dass Sie sich selbst weniger Stress machen?
  • Können Sie Ihr Denken so verändern, dass Sie sich selbst weniger unter Druck setzen?
  • Können Sie Ihre Umwelt so verändern, dass sie weniger stressig ist?
  • Wer kann Sie dabei unterstützen?

Oft hilft es, Rat bei anderen einzuholen – bei Freunden, guten Kollegen oder dem Partner, die einen unverstellten Blick auf Ihren Umgang mit Stress haben und neue Möglichkeiten aufzeigen. Spätestens wenn der Stress Sie tatsächlich krank macht, sollten Sie Hilfe bei einem Psychologen holen, der Ihnen hilft aus der Stressfalle herauszufinden.

Vorlage: Dr. med. Nina Buschek und Ingrid Müller

Redaktion:

Stand: 21.02.2013