Stressmanagement - Tipps gegen Überdruck

Stressmanagement hilft, den inneren Druck loszuwerden

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Stress beginn in Ihrem Kopf. Wie Sie die Welt sehen und an Probleme herangehen, ist daher entscheidend für den Druck, den Sie erleben (müssen). Umgekehrt bedeutet das: Sie können selbst sehr viel tun, um Stress in Ihrem Leben zu vermeiden und abzubauen. Oft kommt der Druck nicht von außen, sondern ist zu einem großen Teil selbst gemacht.

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Acht mentale Tricks

Prioritäten setzen

Lernen Sie zwischen wichtigen und unwichtigen Dingen zu unterscheiden. Beispielsweise, ist nicht alles was eilig ist, auch wirklich wichtig. Planen Sie genug Zeit für die wesentlichen Projekte ein. So haben Sie genug Zeit und Luft für die wichtige Aufgaben und werden feststellen, dass sich die unwichtigen mitunter von alleine erledigen.

Abschied von der Perfektion

Wer immer und überall Perfektion anstrebt, steht unter großem Druck und muss zwangsläufig scheitern. Sparen Sie sich den 100-prozentigen Einsatz für die wirklich wichtigen Dinge im Leben – privat wie beruflich. Für die anderen gilt: Gut ist häufig gut genug und manchmal reicht sogar ein „ausreichend“ völlig aus.

Optimistisch sein

Negative Gedanken erzeugen Stress. Sich das schwärzest mögliche Szenario auszumalen, ist also wenig hilfreich. Optimistische und positive Gedanken wie "Ich schaffe das schon!" oder „Die anderen kochen auch nur mit Wasser“, oder auch „Wenn’s nicht klappt ist es auch kein Weltuntergang“ nehmen den Druck aus der Situation.

Realistisch bleiben

Mit zu hoch gesteckte Zeilen setzt man sich unnötig unter Druck. Bleiben Sie realistisch in Ihren Erwartungen und Ansprüchen. Überlegen Sie was machbar ist und streichen Sie davon ein Drittel. Denn irgendwas kommt garantiert immer dazwischen und dann wird’s stressig, wenn Sie keinen Puffer haben.

Konflikte ausräumen

Dicke Luft bedeutet Stress. Sprechen Sie Konflikte darum offen an und versuchen Sie Missverständnisse zu klären.

Delegieren lernen

Businessplan schreiben, Kuchen backen, Präsentation zusammenstellen: Mag sein, dass Sie tatsächlich alles am besten können. Das heißt aber noch lange nicht, dass Sie auch alles selbst machen müssen. Wenn Sie viel um die Ohren haben, reichen Sie einen Teil Ihrer Arbeit an andere weiter. Vielleicht stellen Sie fest, dass auch andere die Sache gar nicht so schlecht machen.

Mal nicht zu erreichen sein

Nach Feierabend, am Strand auf der Familienfeier - in den Zeiten von Internet und Mobiltelefonen ist praktisch jeder immer und überall erreichbar. Die ständige Verfügbarkeit verursacht enormen Stress. Verordnen Sie sich E-Mail und Mobilfunkfreie Auszeiten. Und gewöhnen sie auch anderen ab, dass sie allzeit bereit sind.

Auszeiten nehmen

Kein Mensch kann acht zehn oder zwölf Stunden am Tag konzentriert durcharbeiten. Nehmen Sie sich mindestens alle zwei Stunden eine kurze Auszeit für 5 bis 15 Minuten –  hören Sie ein Musikstück, schließen Sie die Augen und träumen Sie vor sich hin oder gehen Sie einmal um den Block. Die Pause haben Sie sich nicht nur verdient, sie macht sich auch durch die Energie, die Sie tanken mehr als bezahlt. Auch wer die Wochenende durcharbeitet oder sich nie Urlaub gönnt, treibt Raubbau mit seinen Kräften. Am Ende schaffen Sie so trotz ihres Fleißes weniger, als wenn Sie sich eine Auszeit gönnen.

Stand: 15.05.2017

Vorlage: Dr. med. Nina Buschek
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