Gut gebettet – die richtige Matratze

Eine Matratze im Laden auf jeden Fall vor dem Kauf testen

© Funwithfood/iStock

Wie man sich bettet, so schläft man. Deswegen ist die Wahl der Matratze ein wichtiger Faktor für jeden, der gut und erholsam schlafen will. Beim Besuch im Matratzenladen erwartet Sie eine große Auswahl an Federkern-, Latex-, Schaumstoffmatratzen oder Mischformen. Dabei die "richtige" Matratze zu finden, ist oft nicht leicht.

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Harter Kern: Federkernmatratzen

Der Klassiker unter den Nachtlagern ist die Federkernmatratze. Dabei wird ein harter Kern im Inneren von Stahlfedern umschlossen. Diese können sich unabhängig voneinander bewegen und verteilen so den Druck auf die Unterlage unterschiedlich - je nachdem, wie man sich hinlegt.

Vorteil: Federkernmatratzen sind sehr robust und langlebig, dabei preisgünstig. Die Luft kann darin gut zirkulieren, allerdings sind sie durch die Metallfedern recht schwer.

Elastischer Kautschuk: Latexmatratzen

Latexmatratzen weisen oft unterschiedlich harte und weiche Zonen auf, je nachdem ob Rumpf oder Extremitäten darauf zu liegen kommen. Sie bestehen entweder aus Naturkautschuk oder künstlichem Kautschuk und sind deswegen sehr elastisch und passen sich dem Körper an. Das heißt an Stellen, die viel Druck ausüben, gibt sie mehr nach und stützt dafür andere Teile, die nicht so stark eindrücken (zum Beispiel die Lendenwirbel).

Vorteil: Der aufgeschäumte Kautschuk sorgt für eine gute Wärmeisolierung, Belüftung und Schweißverdunstung. Allerdings sollte regelmäßig gelüftet werden, um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Außerdem sind die Latexmatratzen, je nach Aufteilung der Zonen sehr schwer und entsprechend unhandlich.

Aufgeschäumtes Plastik: Schaumstoffmatratzen

"Schaumstoffmatratze" ist ein Überbegriff für Schlafunterlagen, bei denen in den meisten Fällen der Matratzenkern aus Polyurethan (PU) oder viskoelastischen Schäumen produziert wird. Die bekannte Kaltschaummatratze zählt zu denen mit PU-Kern und ist sehr elastisch. Sie zeichnet sich durch eine unregelmäßige, grobe Porenstruktur aus und ist deswegen sehr atmungsaktiv. Vor allem im klinischen Bereich finden Matratzen mit viskoelastischem Schaum Verwendung.

Vorteil: Das Material "erinnert" sich an die Körperform, an die sie sich durch die Körperwärme angepasst hat. Nach dem Aufstehen ist deshalb der Abdruck noch einige Sekunden sichtbar. Dadurch wird das Gewicht gleichmäßig verteilt und soll Druckstellen vorbeugen. Allerdings empfinden manche Menschen das Umdrehen auf diesem Matratzentyp als schwierig, beziehungsweise als unangenehm.

Bunt gemischt: Mischformmatratzen

Natürlich lassen sich die guten Eigenschaften der verschiedenen Materialen auch kombinieren. So gibt es etwa Kaltschaummatratzen mit viskoelastischem Schaum zusammen oder Federkern mit Latex oder anderen Naturmaterialien. Es gibt auch noch weitere Matratzenformen wir Wasserbett, Luftmatratzen oder Unterlagen aus reinem Naturmaterial wie Rosshaar, Kokosfasern oder Stroh.

So klappt der Matratzenkauf

Wer sich eine Matratze kaufen möchte, sollte auf jeden Fall im Laden Probeliegen. Denn die Ansprüche an die Härte der Unterlage sind sehr unterschiedlich. Dabei sollte man sich genügend Zeit nehmen und in Ruhe auswählen - lassen Sie sich also nicht vom Verkäufer zu einer Entscheidung drängen. Gut ist, wenn die Matratze einen Bezug hat, der abnehmbar und damit waschbar ist. Vorsicht ist bei sehr billigen Angeboten geboten, normalerweise hat Qualität ihren Preis.

Vorlage: Martina Feichter
Redaktion:

Stand: 21.02.2013

Quellen:

  • Fachverband Matratzen-Industrie e.V. (www.matratzenverband.de; Abruf: 24.11.2010);