Nächtliches Schwitzen nicht immer harmlos

Nächtliches Schwitzen ernst nehmen

© 9nong/Fotolia

Klitschnasse Nachthemden und durchnässte Bettwäsche - Menschen, die beim Schlafen stark schwitzen, tun nachts oft kein Auge zu. Die Folge: dauerhafte Müdigkeit, Gereiztheit oder Konzentrationsstörungen. Neben zu warmen Räumen oder sehr dicker Bettwäsche können aber auch ernsthafte Krankheiten der Grund für das nächtliche Schweißbad sein.

Mehr zum Thema

Schwitzen ist für Menschen überlebenswichtig. Denn durch den nassen Schweißfilm auf der Haut entsteht die sogenannte Verdunstungskälte. Sie verhindert, dass der Körper überhitzt. Dies kann zum Beispiel beim Sport oder zu hohen Temperaturen der Fall sein.

Bei Menschen, die übermäßig viel Schwitzen, sprechen Mediziner dagegen von Hyperhidrose. Auslöser können überaktive Schweißdrüsen oder eine Erkrankung sein. Aber auch Frauen in den Wechseljahren leiden unter Hitzewallungen und Schweißausbrüchen.

Das kann hinter Schwitzen stecken

Bei Menschen, die vor allem nachts übermäßig viel schwitzen, steckt nicht selten eine Erkrankung dahinter. Infrage kommen Infektionen, etwa ein grippaler Infekt oder eine Erkältung, aber auch eine Schilddrüsenüberfunktion oder Rheuma. Folgende Krankheiten können ebenfalls nächtliches Schwitzen verursachen:

Wenn Sie unter unerklärlichem Schwitzen leiden, sollten Sie immer einen Arzt aufzusuchen und die Beschwerden abklären lassen.

Schwitzen: Simple Tricks können helfen

Es gibt ein paar einfache Dinge, die Sie selbst gegen starkes Schwitzen tun können. Drehen Sie die Heizung vor dem Schlafengehen herunter und schlafen Sie bei geöffnetem Fenster, wenn die Außentemperaturen nicht allzu kühl sind. Verzichten Sie auf allzu dicke Bettdecken und Schlafanzüge. Wählen Sie Nachtwäsche aus Baumwolle und tagsüber Kleidung aus Naturfasern.

Greifen Sie zu leichter Kost

Bei starkem Schwitzen kann auch die Ernährung schuld sein. Bevorzugen Sie leicht verdauliche Speisen wie Obst, Gemüse und Salate und verzichten Sie auf stark gewürzte Mahlzeiten, die Sie erst recht ins Schwitzen bringen. Achten Sie außerdem auf Ihren Kaffee- und Alkoholkonsum - vor allem abends.

Dick schwitzt mehr

Wer ein paar Pfunde zu viel auf den Hüften hat, sollte abspecken. Das hilft nicht nur gegen starkes Schwitzen, sondern beugt auch Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Diabetes vor.

Stand: 24.04.2017
Autor: Dr. med. Katharina Larisch

Redaktion:

Quelle: Schlafapnoe - Häufigkeit, Symptome, Folgen und Therapiemöglichkeiten. Fachverband Schlafapnoe - chronische Schlafstörungen (VdK).