Schlafstörungen - Kein erholsamer Schlaf

Wer mindestens an drei Nächten in der Woche über mehr als einen Monat schlecht schläft, leidet unter Schlafstörungen

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Fast jeder Mensch schläft ab und zu mal schlecht - treten diese Probleme aber öfter auf, mindestens an drei Nächten in der Woche über mehr als einen Monat, spricht man von einer Schlafstörung. Etwa zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung leiden darunter. Frauen mehr als Männer.

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Dabei werden verschiedene Arten von Schlafstörungen unterschieden:

Insomnie - Unruhige Nächte

Wenn der Schlaf nicht mehr erholsam ist und dadurch Beschwerden entstehen, spricht man von einer Insomnie. Der Betroffene schläft entweder zu wenig oder fühlt sich - trotz Schlafs - nicht ausgeruht. Das ist oft Folge einer Durchschlaf- oder Einschlafstörung. Ausgelöst werden kann das zum Beispiel durch Schlafapnoe oder Restless-Leg-Syndrom. Eine Insomnie kann leicht, mittelstark oder schwer sein. Letztere beeinflusst oft das soziale und berufliche Leben sehr stark, denn Reizbarkeit, Angst, Erschöpfung, Depression und Verschlafenheit am Tag sind sehr belastende Symptome.

Hypersomnie - Schlafen am Tage

Wer auch tagsüber permanent Schlafen möchte, leidet an Hypersomnie. Das kann durch schlechte Nachtruhe bedingt sein, aber zum Beispiel auch durch ein Hirntrauma oder die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder Drogen.  Aber auch eine Schlafapnoe mit Atemaussetzern kann eine Hypersomnie bedingen.

Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen - Kampf gegen die innere Uhr

Normalerweise sagt uns die innere Uhr, wann wir schlafen und wann wir aktiv sein müssen. Viele Berufsgruppen leben aber gegen ihren inneren Taktgeber. Bei ihnen kann es dann zu einem gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus kommen. Die Betroffenen haben Probleme einzuschlafen und werden schlagartig müde, wenn sie eigentlich wach bleiben müssten. Der bekannte Jetlag fällt ebenfalls unter diese Art von Rhythmusstörungen.

Parasomnie - Schlaf mit Unterbrechung

Die Parasomnien bezeichnen Auffälligkeiten während des Schlafens. Darunter fallen Albträume genauso wie Schlafwandeln, Bettnässen und Zähneknirschen. Aber auch Wadenkrämpfe, Sprechen im Schlaf oder das Zucken der Gliedmaßen, beim Übergang vom Wach- zum Schlafzustand. Das Restless-Leg-Syndrom - also ein quälendes Kribbeln und Ziehen der Gliedmaßen in Ruhelage - zählt ebenfalls zu den Parasomnien.

Vorlage: Christiane Fux
Redaktion:

Stand: 21.02.2013

Quellen:

  • Dt. Ges. f. Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen (Stand: Oktober 2009)
  • Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Thieme Verlag. 4. Auflage 2008
  • Schlafmedizinisches Zentrum München (www.schlafzentrum.med.tum.de; Abruf: 01.08.2011)
  • Lindl-Fischer S.: Tagesbefindlichkeit bestimmt die Therapie. Der Allgemeinarzt 2008; 7:6-10
  • Zulley J.: So schlafen Sie gut. Verlag Zabert Sandmann.1. Auflage 2008